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Archäologisches Gebiet bei Roselle

Etwa 10 km von Grosseto entfernt, genau zwischen dem Tal des Flusses Ombrone und der grossetanischen Maremma befindet sich Roselle. Es handelt sich um einen der best erhaltenen etruskischen Orte des einstigen Zentraletruriens, der sich direkt am antiken See Prile befand. Roselle ist heute eine der interessantesten etruskischen Ausgrabungsstätten Italiens. 

Die Überlagerung von Gebäuden und Wänden, die einst zur antiken Kultur Villanoviana gehörte, gefolgt von den Etruskern und danach den Römern, macht diese Stadt zu einem interessanten Aufriss des stufenweisen Überganges der einzelnen Kulturen. Die Entdeckung von antiken Attika-Vasen mit roten Figuren lässt zur Annahme führen, dass man intensive Handelsbeziehungen mit Griechenland und den griechischen Kolonien Süditaliens pflegte. 

Roselle wurde im 7. Jh. v. Chr. gegründet und war damals eine Küstenstadt am antiken See Prile, wichtig aufgrund seines Fischreichtums sowie für den Handel der etruskischen Städte im Inland. Der Ort wurde bereits von Dionysius von Halikarnassus als eine der Städte, welche den Latinern im Kriege gegen Tarquinio Prisco half, zitiert. Es war eine der wichtigsten Städte, die sich zum Schaden der nahegelegenen etruskischen Städte, insbesondere Vetulonia, entwickelte, die bis zu diesem Zeitpunkt die wichtigste etruskische Stadt der Maremma war. 

Im Jahre 294 v. Chr. wurde Roselle von den vorherrschenden Kräften Roms eingenommen, die schließlich die Stadt ausbauten, die Thermen, Villen sowie ein Amphitheater errichteten, letzteres eines der am besten erhaltenen Amphitheater der Gegend. Unter der römischen Herrschaft wurde Roselle zum römischen Munizipium, das schließlich von Augustus zu einer Kolonie gemacht wurde. Während dieser Zeit entstanden wichtige Gebäude wie das Forum und die Basilika, ein Regenwasserauffangsystem sowie das Gebäude der Thermen.

Im 6. Jahrhundert wurde Roselle von den Barbaren überfallen und verlor somit seine Vorrangstellung. Darauf folgte der Verfall der Maremma, sodass schließlich im Mittelalter aufgrund des Anstieges von Erde an der Mündung des Ombrone-Flusses, eine Lagune entstand, die zu einem ungesunden Sumpfgebiet, von der Malaria geplagt, wurde, bis zur Trockenlegung des Gebietes vonseiten Peter Leopolds von Habsburg-Lothringen zu Ende des 18. Jahrhunderts. In den 50er Jahren wurde Roselle in seiner Gesamtheit wieder ans Licht gebracht.

Archäologisches Gebiet Vetulonia

Das Dorf ist etruskischer Herkunft. Davon berichteten bereits Dionysius von Halikarnassus – nach dem Vetulonia im 7. Jahrhundert v. Chr. mit den Latinern gegen Rom kämpfte -, Silius Italicus, der dem etruskischen Ort die Wappen der römischen Macht anbrachte (und die Ausgrabungen scheinen diese These zu bestätigen, zumindest was das Liktorenbündel anbelangt), von Plinius und Tholomeus. 

Die Stadtmauern, die Mura dell’Arce, auch als Zyklopenmauer bezeichnet, wurden wahrscheinlich im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. errichtet und sind auch der Beweis für ein wichtiges städtisches Zentrum. Der Fund von zahlreichen Münzen (hauptsächlich Kupfermünzen) untermauern seine Autonomie und wirtschaftliche Hegemonie. Am Höhepunkt seiner Macht war das etruskische Vetulonia ein wichtiges Handelszentrum in dem zahlreiche Goldschmiede arbeiteten.

Als es seine Vormachtstellung verlor und mit dem Aufkommen des römischen Reichs, wurde des eine Stadt von zweitem Range. In der Piazza Vetluna befindet sich das archäologische Musum Isidoro Falchi, das komplett restauriert und im Juni 2000 eröffnet wurde. In den 70er Jahren des 20. Jahrhundert wurde das heutige Museumsgebäude für die unterschiedlichsten Einrichtungen genutzt: im Erdgeschoss befanden sich eine Bibliothek sowie ein kleines Kino, während sich im ersten Stock die Grundschule sowie eine Arztpraxis befanden.

Bis zum Jahre 1978 gab es auch ein etruskisches Museum, aber nach einem Diebstahl im Jahre 1981 musste es für 19 lange Jahre geschlossen werden. Das neue Museum wurde Isidoro Falchi gewidmet, Entdecker der Reste der antiken etruskischen Stadt Vetluna. Hier werden die Fundstücke aus den Grabkammern der Etrusker sowie den Ausgrabungen ausgestellt. Die Objekte, die auf den Zeitraum zwischen dem 10. und 1. Jahrhundert v.Chr. datiert werden, zeigen welch wichtige Rolle Vetulonia innerhalb der etruskischen Städte dieser Zeit hatte. 

Vom Vetulonia des Mittelalters weiß man nur wenig, auch aufgrund des Mangels an Dokumenten. Im Laufe der Zeit jedoch änderte der Ort seinen Namen. Erst nahm er den Namen Colonnata an und danach Colonna di Buriano, anfangs im Besitztum des Bischofs von Lucca und danach lange von den Heren Lambardi di Buriano und der Abtei San Bartolomeo di Sestinga umkämpft; letzteres kam um das Jahr 1000 in seinen Besitz. Im Jahre 1323 erwarb die Gemeinde Massa Marittima dieses Gebiet, welche den Besitztum neun Jahre später (1332), an Siena abgab.

Im Laufe des 14. Jahrhunderts wurde es Teil der Republik Siena, unter der Vetulonia bis zum 16. Jahrhundert blieb, als es vom Herzogtum Toskana einverleibt wurde. Nachdem mit der antiken Stadt Vetulonia mehrere Orte der Maremma Toskana identifiziert wurden, erhielt man erst im 19. Jahrhundert, dank der Ausgrabungen von Isodoro Falchi, Arzt und Hobbyarchäologe, die Gewissheit über seinen exakten Standort. Mit einem königlichen Erlass erhielt der Ort im Jahre 1887 erneut seinen ursprünglichen Namen. Mit etwa 500 Einwohnern erreichte Vetulonia in den siebziger Jahren seine Höchsteinwohnerzahl.

Die Stadt Cosa

Die römische Stadt Cosa bildet die Überreste des modernen Ortes Ansedonia. Im archäologischen Ausgrabungsgebiet sind die antike Stadtmauer Le Mura di Cosa, das archäologische Nationalmuseum sowie die Ingenieurwerke Tagliata Etrusca und Spacco della Regina sehenswert. Unter den zahlreichen luxuriösen, modernen Villen, welche den Ort kennzeichnen, findet man historische Spuren von einzelnen Monumenten.

Zu diesen gehören auch die Türme Torre di San Pancrazio und Torre di San Biagio, mittelalterlicher Herkunft, wo sich auch die Kapelle von San Biagio aus dem späten Mittelalter befindet, die auf einem antiken römischen Mausoleum errichtet wurde.

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Die Tagliata Etrusca

Die Tagliata Etrusca ist ein beeindruckendes Werk von Ingenieuren, welches auf die etruskisch-römische Zeit zurückgeht. Es handelt sich um einen Kanal der in den Felsen, entlang der süd-östlichen Küste des Kaps gehauen wurde, um somit die Versandung des antiken Hafens zu vermeiden. Es wurde ein Gegenstromsystem geschaffen, für Strömungen vom Meer kommend sowie ein Abflusskanal des nahe gelegenen Sees Lago di Burano.

 Dieses wichtige Bauwerk wurde vom so genannten Spacco della Regina vervollkommnen, ein riesiger Spalt des Kaps oberhalb, der entlang künstlich ausgegrabener Stollen läuft. Ein weiteres eindrucksvolles Bauwerk in der Gegend ist der Turm Torre della Tagliata, der im Laufe der Jahrhunderte in ein Wohngebäude umgebaut wurde, in dem sich auch Giacomo Puccini aufhielt.

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